Vom 23. Februar bis 9. März 2018 waren wir in der marokkanischen Sahara. Hier ein paar Impressionen und Zeugnisse von einigen Teilnehmern unserer diesjährigen Wüstenexerzitien in der Ost-Sahara (Marokko).

Es gibt einen Spruch, der lautet: „Wenn du aus dem Sturm herauskommst, wirst du nicht die gleiche Person sein, als die du hineingegangen bist. Das ist es, warum es diesen Sturm gibt.“

9 Tage Sandsturm- ich spüre meine körperlichen Grenzen sehr deutlich. Aber auch die Seele wird be-stürmt.
Sand in den Augen – ich sehe den Weg nicht mehr … muss mich führen lassen …
Sand im Mund – mir gehen die Worte aus … kann nur schweigen und hören …
Jeder Schritt mühsam, haltlos, erkämpft – Schritt für Schritt im Vertrauen weitergehen …
Gegenwind wie Peitschenhiebe – mein Innerstes wird ausgefegt, leer gemacht, damit DU, Gott, endlich Platz hast.

Regina (Malika)


Diese Reise bleibt ein unvergessliches Erlebnis und eine tiefgreifende Bereicherung fürs Leben! Ich habe so viele wunderbare Menschen kennengelernt, viel Achtsamkeit im Miteinander erlebt, einen interessanten und sehr beindruckenden Eindruck von „unseren“ Berbern bekommen und durfte sturmgebeutelt die Schönheit und auch die Strenge der Wüste erfahren! Unsere beiden Brüder waren großartig , haben mich tief im Herz berührt und mir auf meinem Glaubensweg sehr geholfen.

Danke für alles euch allen, und jederzeit wieder, – auch im Sturm 😉

Seid gesegnet und beschützt

Claudia


Meine Erkenntnisse aus der Wüste sind
1.  … Christine ich habe dich in meine Hand geschrieben, du bist mein …
2. Gehe von der Wüste des Lebens zum Wasser des ewigen Lebens – ruhe an meinem geöffnetem Herzen.
3. Christine, sei nicht so töricht und vergib anderen Menschen immer, auch ich habe dir schon sooft vergeben.

Ich bin noch ganz erfüllt von der Nachwirkung der Wüste und ich danke allen, die mich getragen haben.

Christine (Aisha)


Liebe Interessenten an der Wüste!

Als ein der Kirche durchaus ambivalent gegenüber stehender Christ habe ich hin- und herüberlegt, ob eine Wüstenreise unter dem Titel „Wüstenexerzitien“ für mich das richtige sein könnte. Ich bin sehr zufrieden darüber mich auf dieses Unternehmen eingelassen zu haben. Der 14-tägige Aufenthalt in Marokko, davon volle 9 Tage in der Wüste, war ein wunderbares Erlebnis. Losgelöst von Alltagsaufgaben (das Handy blieb ausgeschaltet) und Zeit (die Armbanduhren gaben wir freiwillig ab) verbrachten wir wunderbare Tage in der Natur. Jeden Tag wurde die Hl. Messe gefeiert und es gab einen Vortrag von einem der beiden Johannes-Brüder. Alle Versorgungsaufgaben, wie Essen bereitstellen, Transport des Großgepäcks und Zeltaufbau wurden von den Berbern (die Führer in der Wüste) durchgeführt. Es blieb daduch die Zeit in sich zu gehen und über Vieles nachzudenken oder auch das Gespräch mit einem der beiden Prister oder einem anderen Gruppenmitglied zu suchen. Die sich daraus ergebenden Impulse wurden von mir als wertvolle Denkanstöße wahrgenommen. Die tägliche Marschleistung lag zwischen 14 und 18 Kilometer und war von jedem Gruppenmitglied (Alter ca. 30 – 60) zu bewältigen. Alles in allem eine wunderbare, stressfreie, geistig und körperlich erholsame Erfahrung.

Markus (37)


Meine Erfahrung: Nach über 20 Jahren Leben in großer Entfernung zur Kirche habe ich unter anderem mit den Johannesbrüdern eine gute Möglichkeit gefunden in Stille wieder zum Herrn zu finden. Diese Exerzitien waren anstrengend und herausfordernd: Ja, ich habe auch viel geschimpft. Die Natur aber in all ihrer Herrlichkeit ist sehr präsent und verneigt sich mühelos unter der Gnade, die da draußen wartet. Im Innersten war es eine Wohltat und man bekommt seit langem wieder zu trinken und fühlt sich geborgen im Innersten der Liebe Gottes, ohne genau zu verstehen oder zu fordern. Manche Schritte kann man nicht alleine machen, sondern nur mit Euch Brüdern und Schwestern und dafür bin ich dankbar. Ich betrachte den Vater und fühle eine innere Veränderung.

Ich bete für Euch und danke für Eure Gebete.

Jorge


Für mich war es wunderbar, spirituell und auch ganz praktisch durch die (eigene) Wüste geführt zu werden: Danach habe ich mich vorab gesehnt – voll auf andere zu vertrauen. Während der Exerzitien gab es keine Uhrzeit und keine Handys – wir konnten entspannt „aus der Zeit fallen“ und uns nach dem Sonnenstand, den Gebeten, der Messe bzw. dem Tagesablauf der Berber-Guides richten. Neben dem Schweigen, der Begegung mit Zweifeln, Schmerz, Freude – schliesslich mit dem Glauben und Gottes Liebe – war auch Raum für Scherze, Sterneschauen, Plaudern, Lagerfeuer, Dünentheater …
Ich habe viele Vorurteile zu Gruppenreisen und zum Glauben mit dem wilden Wüstenwind loslassen können. Wir waren ja eine überraschend feine, herzliche, vielseitige Gruppe, Marokkaner wie ÖsterreicherInnen. Und ich konnte mich auch auf das „Voll-umsorgt-werden“ gut einlassen: Ich bin dankbar, dass für uns so ein Aufwand betrieben wurde, mit Busreisen, täglich umgepackten Dromedaren, Trinkwassertransport, Feldküche, Schlafzelten, Herbergen …
Das war ein Geschenk, somit wurde die Wüste für uns erst „begehbar“.

Danke!
Eine Teilnehmerin

 

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