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Der Heilige Johannes —

Johannes ist der geliebte Jünger, der Zeuge des geöffneten Herzens Jesu und der beschauliche Theologe.

Der geliebte Jünger

Der Heilige Johannes

Als Jesus seine Mutter unter dem Kreuz stehen sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: „Frau, siehe, dein Sohn!“ Dann sagte er zu dem Jünger: „Siehe, deine Mutter!“ Von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. (vgl. ]oh 19, 25 27)

Johannes ist der geliebte Jünger, der Zeuge des geöffneten Herzens Jesu und der beschauliche Theologe. Als geliebter Jünger führt er uns zur besonderen Verbundenheit mit Jesus, als Zeuge der erlösenden Liebe Gottes zum Glauben, als Theologe zur Kontemplation des ewigen Wortes.

Johannes war der erste, der unter dem Kreuz Maria als Mutter empfangen durfte. Maria und die hl. Eucharistie sind die Quellen seiner innigen Nächstenliebe. In der Einheit von Nächstenliebe und Kontemplation wurzelt das Geheimnis seiner Heiligkeit. Diese Gnade ist der ganzen Kirche als kostbares Erbe geschenkt.

Die Brüder und Schwestern der Gemeinschaft möchten in der Nachfolge Jesu Johannes als ihren Vater annehmen. Sie leben von den Schätzen, die, er uns durch seine Schriften eröffnet hat. Der Apostel fordert uns auf, in Gott zu bleiben, der das Licht und die Liebe ist, damit unsere Freude vollkommen werde.

Fragen an P. Philippe:

Warum hat die Gemeinschaft den Namen des hl. Johannes gewählt?

Eines Tages erhielt ich einen Anruf aus Rom. Man fragte mich, wie diese neue geistliche Familie heißen sollte. Ich muss zugeben, dass ich noch nicht darüber nachgedacht hatte. Ich war den Brüdern sehr verbunden und lebte mit ihnen, aber ich hatte mir keine Gedanken darüber gemacht, wie man sie nennen sollte. Da antwortete ich: „Wenn sie mich so fragen, fällt mir nur eines ein: Johannes.“ „Oh! Sehr gut, sehr gut.“ Und damit war es geschehen. Anschließend habe ich viel darüber nachgedacht und erkannt, dass es keinen besseren Namen gegeben hätte.

 

Aber Sie sind doch Dominikaner, wie kommen Sie da auf den Apostel Johannes?

Der hl. Dominikus und der hl. Johannes sind sich meines Erachtens sehr nah. Ich habe immer schon sehr gern nach der „Theologischen Summe“ von Thomas von Aquin das Johannesevangelium zur Hand genommen. Durch das Johannesevangelium können wir direkt das Geheimnis Jesu leben, und durch die „Theologische Summe“ werden unsere Phantasie und unser Intellekt geläutert, damit sie mehr und mehr im Dienste Jesu stehen. Es besteht eine enge Verbindung zwischen der Lehre von Thomas und Johannes. Letzterer wird im Übrigen von den Orientalen „der Theologe“ genannt.

 

Ist das der einzige Grund, der Sie zu Johannes geführt hat?

Nein. Ich habe nicht in erster Linie auf den Theologen geschaut, sondern vielmehr auf den „geliebten Jünger“ (vgl. Joh 13, 23), den treuen Jünger. Diese Treue in der Liebe muss unser ganzes Leben umfangen. Jesus erwartet von seinen Jüngern und Freunden auch heute echte Treue: dem Lamm folgen bis zum Kreuz (vgl. Offb 14, 4) und aus dem Geheimnis seiner Auferstehung und Herrlichkeit leben; nur auf Jesus schauen und ihm Vorrang geben.

Das bedeutet für uns der Name Johannes.

 

Kennzeichnet den Apostel Johannes ein besonderer Blick auf das Geheimnis Christi?

Ja, das sehen wir in seinem Evangelium. Er hat einen besonderen Bezug zum Geheimnis der Eucharistie. Johannes spricht auf erstaunliche Weise vom „Brot des Lebens“ (vgl. Joh 6, 26-58) und erzählt als einziger von der Fußwaschung (vgl. Joh 13, 2-15), von dieser Reinigung der Vergebung, die notwendig ist für alle, die am heiligen Mahl teilnehmen wollen.

Die Eucharistie führt zum Kreuz. Der hl. Johannes ist auch der einzige Jünger, der unter dem Kreuz steht. Er lebt hier aus dem Geheimnis des Mitleidens Mariens, denn er ist Jesus und Maria sehr verbunden. Und Jesus will noch mehr: Er schenkt Johannes Maria und dieser nimmt sie zu sich (vgl. Joh 19, 27), d. h. tief in sein Herz.

So lehrt uns Johannes, treu zu sein bis zum Kreuz wie Maria, im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe. Jesus schenkt Johannes und uns Maria, um uns zu zeigen, wie sehr er uns liebt. Er will uns alles geben, damit wir der göttlichen Liebe ganz treu sind.

 

Unsere Spiritualität – Der Geist der Gemeinschaft

Die Weihe an die Hl. Dreifaltigkeit kann nur wirklich gelebt werden durch das Opfer Christi, des Hohenpriesters, der sich als Ganzopfer der Liebe des Vaters hingibt. Jedes Mitglied der Gemeinschaft will deshalb aus dem Priestertum Christi leben. Dieses kostbarste Geschenk seines Priestertums, das Christus seiner Kirche hinterlassen hat, wird ergänzt (nach Kol 1, 24) durch das königliche Priestertum der Gläubigen und das Amtspriestertum. Daher möchten alle, wie der hl. Johannes und mit ihm, in einem Leben nach dem Evangelium Jesus folgen bis zum Kreuz, wo der geliebte Sohn des Vaters sein priesterliches Werk vollendet. Aus diesem kontemplativen Priestertum leben heißt, zuerst alles im inneren Gebets von Gott zu empfangen. So können sie diese Liebe dann denen weitergeben, die danach dürsten. Dadurch verherrlichen sie den Vater und helfen den Menschen von heute, die Anbetung und die brüderliche Liebe wiederzuentdecken.

Jesus bittet den Vater für seine Apostel: „Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit“ (Joh 17, 17). In diesem Licht wollen die Brüder ihre Hingabe leben und brauchen deswegen eine fundierte intellektuelle Ausbildung. Wie Johannes möchten sie ihren Verstand in den Dienst der Liebe stellen und als treue Zeugen der Kirche dienen. Diese demütige Suche nach der Wahrheit reinigt den Intellekt und die Phantasie und trägt zur Reinigung des Herzens bei, die der Hl. Geist und Maria bewirken. Diese Reinigung ist notwendig, damit die Liebe frei wird und damit Jesus sie immer mehr an sich ziehen kann. „Wer die Wahrheit tut, kommt zum Licht“ (Joh 3, 21).

Das Zweite Vatikanische Konzil wünschte eine Öffnung zur Welt hin. Daher umfasst die Ausbildung ein Philosophiestudium, um den Menschen, seine Finalität und seine Sehnsüchte besser zu verstehen. Die großen aktuellen Probleme, die sich dem Christen heute stellen, werden betrachtet. In unserer Welt gibt es viele Ideologien, oft atheistische, die das Abbild Gottes im Menschen entstellen und ihn hindern, seinen Intellekt in den Dienst der Liebe zu stellen. Die philosophischen Studien stehen ihrerseits im Dienst der theologischen Ausbildung; und die theologische Forschung stützt sich auf die Kenntnis des Wortes Gottes gemäß der kirchlichen Überlieferung der Kirchenväter und des hl. Thomas von Aquin. In dieser Weise soll das Geheimnis unseres Erlösers Jesus Christus in seiner Fülle und Aktualität vermittelt werden. Jedes Mitglied der Gemeinschaft will der Verpflichtung der Kirche nachkommen, das Erbe des Glaubens verständlich und überzeugend an die Menschen unserer Zeit weiterzugeben (vgl. Evangelii Nuntiandi, 3).

In diesem Sinne hat die Gemeinschaft die Johannesschule gegründet, deren Studiengang neben den Brüdern und Schwestern auch allen offen steht, die sich dafür interessieren. Hier soll die Weisheit in ihren drei Bereichen – Philosophie, Theologie und Mystik – unablässig vertieft werden.