Die Schwestern —

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Die Schwestern des Hl. Johannes

  • Die kontemplativen Schwestern
  • Die apostolischen Schwestern
Die kontemplativen Schwestern des Heiligen Johannes

Die Gemeinschaft der kontemplativen Schwestern des hl. Johannes wurde am 8. Dezember 1982 von P. Marie-Dominique Philippe gegründet. Der Erzbischof von Lyon errichtete sie am 25. März 1994 als Kongregation diözesanen Rechts.

„Damit das kontemplative Leben, d. h. die Spiritualität der Wüste ganz gelebt werden kann, bedarf es einer dauernden Wüste im Herzen Mariens.

Wüste bedeutet für die Schwestern nicht, sich von allem und jedem zurückzuziehen, sondern das Geheimnis der neuen Wüste zu entdecken: die Wüste Jesu – mit Maria am Fuß des Kreuzes.

Aber wegen des Apostolats können die Brüder dieses Geheimnis nicht ununterbrochen leben. Deshalb brauchen wir in der Johannesfamilie neben den apostolischen Brüdern und Schwestern auch kontemplative Schwestern, die ganz und ausschließlich das Geheimnis Mariens am Fuß des Kreuzes leben. Maria hat dieses Geheimnis an Johannes weitergegeben und sie möchte es auch ihren Kindern schenken.“ (P. Marie-Dominique Philippe)

Das Leben der Schwestern

So ist vor allem das Gebet das Herzstück im Leben der kontemplativen Schwestern. Gemeinschaftliches Gebet (Stundengebet und Anbetung vor dem Allerheiligsten) und persönliches Gebet strukturieren ihren Tagesablauf. Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt ihres Lebens (Lumen Gentium, 11). Sie wollen immer mehr daraus leben.

Die Schwestern leben ihre Weihe an Gott in Stille und Einsamkeit, aber auch in konkreter Nächstenliebe.

Wie ihre Brüder, so sind sich auch die Schwestern bewusst, dass eine echte Suche nach der Wahrheit wichtig ist. Ist es nicht in der heutigen Welt notwendig, den Intellekt von allen traditionsbedingten «a-priori» zu reinigen (seien sie nun familiärer, religiöser oder politischer Herkunft) und von all den Phantasievorstellungen, die oft einen echten Kontakt mit der Realität verhindern? Phantasien, «a-priori» und der Subjektivismus sind nämlich die Haupthindernisse für ein kontemplatives Leben. Damit man den Intellekt Gott schenken kann, muss er gereinigt, und dadurch objektiv sein.

So beginnen die Schwestern im Noviziat mit einer philosophischen Reflexion, die von der Erfahrung der Realität ausgeht. In den Prioraten setzen die Einzelnen dies je nach ihren Möglichkeiten fort. Durch die Suche nach echter menschlicher Weisheit werden die Schwestern offener für das Gnadenleben. Weit davon entfernt, die Schriftlesung zu behindern, wie dies bei einer zu intellektuellen Meditation der Fall wäre, hilft diese Suche nach der Wahrheit, das Wort Gottes aufzunehmen und daraus zu leben wie Maria (Lk 11, 28), ohne es zu verändern oder darauf zu reduzieren, was man davon verstanden hat.

Die Suche nach der Wahrheit im Leben der Schwestern

Es geht in einer philosophischen Suche zuerst darum, zu erkennen, was die menschliche Person ist, um dann am Ende die Existenz eines höchsten Seienden zu entdecken, den die Religionen Gott nennen. Dies führt dann zu einer theologischen Suche, bei der die Schwestern die Lehre der Kirche studieren sowie den großen Kirchenlehrer Thomas von Aquin.

Die Armut und die Arbeit

Die Schwestern wollen Christus folgen in Armut, Keuschheit und Gehorsam. Sie bemühen sich, den Geist der Armut gemäß dem Evangelium zu leben. Deshalb verzichten sie auf Wohlstand und kostspielige Einrichtungen und weihen einen Teil des Tages der Handarbeit: sei es im Garten, auf der Baustelle (da, wo noch gebaut oder eingerichtet werden muss) oder im Kunsthandwerk (Töpfern, Buchbinden, Holz- und Lederarbeit, Kerzen, Rosenkränze …). Sie helfen auch bei der Veröffentlichung der philosophischen und theologischen Lehre der Johannesbrüder.

Da aber ihre kirchliche Berufung das Gebet ist, können sie der gewinnbringenden Arbeit nicht genuegend Zeit widmen, um davon leben zu können. Sie sind daher auf die Hilfe der Freunde angewiesen …

Die apostolischen Schwestern des Heiligen Johannes

Die apostolischen Schwestern führen gleich­zeitig ein in Gott verborgenes Leben und bezeu­gen die Liebe Gottes für die Menschen. Auch sie haben eine beschauliche Berufung, aber wie bei den Brüdern entspringt daraus ein apostoli­sches Wirken. Dieses beginnt mit dem Zeichen ihres geweihten Lebens: Das Gebet, die geistige und manuelle Arbeit, sowie die Liturgie, die sie in besonderer Schönheit und Innerlichkeit feiern wollen, ist ihr erstes Apostolat.

Die Auforderung des 1.Johannesbriefes, in einer überfließenden, gegenseitigen Liebe und Einheit zu leben, durchwirkt ihr ganzes Gemeinschaftsleben. Dies ist ihr vorrangiges Zeugnis der Gegenwart Jesu in unserer zerütteten Welt.

In ihrer missionarischen Tätigkeit, in der sie oft mit den Brüdern zusammenarbeiten, öffnen sie sich für die Nöte der Menschen und möch­ten die Barmherzigkeit Jesu erfahrbar machen.

Die apostolischen Schwestern erhielten 1994 den kirchlichen Status einer Kongregation diözesanen Rechts, die dem Bischof von Autun unterstellt ist. Zur Zeit gibt es ca. 120 Schwe­stern in 10 Klöstern, davon einige Missionen, z.B. in Afrika und auf den Philippinen.

Häuser und Priorate

Kontemplative Schwestern

Frankreich:

  • Saint Jodard
  • Rimont
  • Pellevoisin
  • Terre-Basse

Europa:

  • Banneux
  • Vilnius
  • Marchegg

Afrika:

  • Yaoundé Cameroun
  • Abidjan

Amerika:

  • Princeville (USA)
  • Monterrey (Mexiko)

 

Apostolische Schwestern

Frankreich:

  • Semur
  • Rimont
  • Brest
  • Dreux
  • Versailles
  • Pierrefonds
  • Saint Jean Le Blanc
  • Meobecq
  • Brignoles
  • Le Puy
  • Vichy
  • Villecroze

Afrika:

  • Batouri
  • Conakry
  • Lome
  • Simbock

Europa:

  • Senieji Trakai/Litauen
  • Rom
  • Velburg

Amerika:

  • Mexiko
  • Orange (USA)
  • Princeville

Asien:

  • Cebu (Philippinen)