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Eine Kurzbeschreibung des Grabtuches von Turin (+ Download)
Das sogenannte Grabtuch von Turin ist ein ca. 442 cm x 113 cm langes Stück antiken Leinens auf dem man schattenhaft die Umrisse eines gefolterten und gekreuzigten Mannes sieht. Seit den ersten Jahrhunderten wird dieses Leinentuch mit der Person Jesu Christi in Verbindung gebracht. Obwohl die im Jahre 1988 durchgeführte Radiokarbondatierung des Leinenstoffes unerklärlicherweise einen mittelalterlichen Ursprung ergab, und obwohl die im Tuch verborgenen Rätsel (z. B. der Bildentstehung) noch nicht gelöst sind, so kommen doch immer mehr namhafte Experten zu dem Schluss, dass dieses Tuch das echte Grabtuch Christi und (…) dass es sich bei diesem Mann nur um Jesus von Nazareth handeln kann:
Bei der Untersuchung des Körperbildes konnte man eindeutig feststellen, dass das gefolterte und gekreuzigte Opfer ein frommer Jude des ersten Jahrhunderts gewesen sein musste. (Gesichtzüge, Tibia-Femur-Index, Haartracht), der in Jerusalem, (Pollen und Pflanzenabbildungen um das Haupt) vermutlich am 7. April des Jahres 30, nach bestialischen Torturen (römische Geißelung, Dornenkrönung) eine römische Kreuzigung (Lanzenstich, postmortales Blut der Herzwunde) unter Pontius Pilatus als König der Juden (Dornenkrone, Titulus, d.h. die Kreuzestafel, Münzabdrücke auf dem rechten Augenlid, bzw. auf dem linken Augenbrauenbogen) erlitten hat.
Aus den Evangelien wissen wir, dass Christus aber nicht im Grab verblieb, sondern “am 3. Tage von den Toten auferstanden ist.” Das schattenhafte Körperbild, das in sich eine dreidimensionale Information enthält, die ihrerseits auf eine mysteriöse Bildentstehung hinweist, scheint alle Versuch zu widerlegen, diese fundamentale Glaubenswahrheit der Auferstehung Christi zu verwässern oder zu leugnen. (cf. die Theorie des “Grabraubes”, bzw. “des nicht leeren Grabes”). Ebenso weisen die auf dem Tuch befindlichen nicht fälschbaren Blutspuren daraufhin, dass der Körper nicht länger als 36-40 Stunden nach dem Todeseintritt Kontakt mit dem Tuch hatte. Die nachweislich nach ca. 36 – 40 Stunden unterbrochene Fibrinolyse (Bluterweichung bei einem Leichnam), die deutlich abgegrenzten, unverletzten Blutkrusten, das unbeschädigte textile Gewebe, das Nichtvorhandensein jeglicher Spuren von Verwesung (insbesondere das Fehlen von Verwesungsflüssigkeit und Ammoniakdämpfen um die Lippen) deuten auf eine “Entmaterialisierung des Leichnams” hin, wie es auch bei Johannes 20, 3-8 anklingt. Bei diesem rätselhaften Verschwinden des Körpers aus dem Tuch muss es zu einer für die Wissenschaft noch unerklärbaren E-Emission aus dem Leichnam gekommen sein, die für die Bildentstehung verantwortlich ist. Das Körperbild scheint demnach auf eine orthogonale Selbststrahlung des Leichnam zurückzugehen, wodurch die Fibrinolyse beendet und die “Materie des Körpers” in “Licht” gewandelt wurde… (Jackson, Belyakov, Upinsky, Scheuermann u.a.)
Kein gewöhnlicher Sterblicher aber kann sich selbst das Leben zurückgeben, denn niemand ist Herr über Leben und Tod, das ist nur Gott. Es ist gerade dieses “Zeichen des Jona” (Mt 12,38 ff), das Jesus von Nazareth als Gottes Sohn ausweist. (vgl. Joh 5,21; 5,26; vor allem: Joh 10,17-19 (“Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand nimmt es mir, sondern ich gebe es freiwillig hin. Ich habe die Vollmacht, es hinzugeben, und ich habe die Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen”).
Das Grabtuch von Turin erweist sich demnach als stummer, aber dennoch durch die Bildersprache beredter Zeuge eines einmaligen, historischen Geschehens, das Höhepunkt der Inkarnation und Kernaussage unseres Glaubens bildet: Tod und Auferstehung Christi, des für uns menschgewordenen Sohnes Gottes, dem ” alle Gewalt über Himmel und Erde gegeben ist.” (Mt 28,18).
Traudl Wally (2003)
Ausführlicher Vortrag von Mag. Wally zum Download:
Original oder Fälschung -
Das Grabtuch von Turin, eine Reliquie für das dritte Jahrtausend
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